Liebe Face2Face-Leser!
Pünktlich zur Mitte dieses Monats beginnt mein Reise-Weihnachtspezial:
Eine Vorstellung der diversen Weihnachtsmärkte, die Deutschland zu bieten hat.
Dabei interessante Glühweinpreisvergleiche und welche Spezialitäten wirklich
nur in diesen Regionen Deutschlands anzutreffen sind.
Heute: Dresden
Der Dresdner Weihnachtsmarkt ist vielleicht der bekannteste
Deutschlands. Schon Polit-Prominenz wie Erich Honecker nutzten ihn für
inszenierte Auftritte wie bei einem Besuch Kohls (die gesamten Besucher des
Marktes bestanden nur aus Stasimitgliedern, um all zu lauten Kohl-rufen
vorzubeugen).
Heute gilt es vor allem viele Produkte zu bestaunen, die aus
der Gegend – besonders dem Erzgebirge – kommen und zwischen den nach der großen
Flut wiedererrichteten Bauten der Altstadt zu wandeln.
Das Räuchermännchen ist meine erste Empfehlung. Ein kleines
holzgeschnitztes Männlein mit einem erstaunt offenem Mund aus dem bei Bedarf
leckerer Weihnachstduft strömt, so wenn man denn in seinem ausgehölten Bauch eine
Räucherkerze anzündet. Die Männchen gibt es inzwischen in fast jeder Gestalt zu
kaufen und sind selbstverständlich auch auf anderen Märkten erhältlich, aber
aus Dresden stammt eben ihr Ursprung.
Auch diverse Engelschöre sind originale Erfindungen von hier.
Sie bieten sich übrigens sehr gut als Geschenke für Menschen an, die jedes Jahr
einen Engel schenken wollen, wodurch langsam ein ganzes Heer entsteht.
Besonders: Es gibt auch einen Jazz-Engel mit Saxofon.
Getränke und Speisen: Der Glühwein auf dem Dresdner
Weihnachtsmarkt ist zum stolzen Preis von 2,50€ erhältlich. Wer noch ein
praktisches Andenken will und die Pfandtasse mit dem Bild des Weihnachtsmarktes
behalten will, muss nochmal 2€ dalassen. Natürlich ist der Glühwein in allen
möglichen Mixturen erhältlich. An manchen Ständen mit einem Schuss Amaretto, an
anderen auch mit einer Prise anregendem Ingwer.
Zu essen gibt es aus dem Nachbarbundesland natürlich die
bekannten Thüringer Würste für 2€ und die wirklich Dresdener Spezialität der
Kramenzer-Wurst (die Betonung liegt auf dem ersten A, bei anderer Aussprache
erntet man schon mal ein Schmunzeln).
Auch ist Flammkuchen (6€) und Zuckerwatt, Magenbrot und
eigentlich alles, was man sich vorstellen kann, erhältlich.
Bei Tag – und nicht übermäßigem Glühweingenuss – empfiehlt sich
auch eine Fahrt auf dem großen Riesenrad auf der gegenüberliegenden Elbseite. Es
bietet sich insbesondere mit Schnee ein traumhafter Anblick über die gesamte
Dresdener Altstadt.
Schon ein kleiner Ausblick auf nächste Woche: Dann stelle
ich euch den Chanukka-Markt in Mainz vor. Ihr dürft also gespannt sein!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen