Donnerstag, 9. Dezember 2010

Die Weihnachtsmarktserie


Liebe Face2Face-Leser!
Pünktlich zur Mitte dieses Monats beginnt mein Reise-Weihnachtspezial: Eine Vorstellung der diversen Weihnachtsmärkte, die Deutschland zu bieten hat. Dabei interessante Glühweinpreisvergleiche und welche Spezialitäten wirklich nur in diesen Regionen Deutschlands anzutreffen sind.
Heute: Dresden
Der Dresdner Weihnachtsmarkt ist vielleicht der bekannteste Deutschlands. Schon Polit-Prominenz wie Erich Honecker nutzten ihn für inszenierte Auftritte wie bei einem Besuch Kohls (die gesamten Besucher des Marktes bestanden nur aus Stasimitgliedern, um all zu lauten Kohl-rufen vorzubeugen).
Heute gilt es vor allem viele Produkte zu bestaunen, die aus der Gegend – besonders dem Erzgebirge – kommen und zwischen den nach der großen Flut wiedererrichteten Bauten der Altstadt zu wandeln.
Das Räuchermännchen ist meine erste Empfehlung. Ein kleines holzgeschnitztes Männlein mit einem erstaunt offenem Mund aus dem bei Bedarf leckerer Weihnachstduft strömt, so wenn man denn in seinem ausgehölten Bauch eine Räucherkerze anzündet. Die Männchen gibt es inzwischen in fast jeder Gestalt zu kaufen und sind selbstverständlich auch auf anderen Märkten erhältlich, aber aus Dresden stammt eben ihr Ursprung.
Auch diverse Engelschöre sind originale Erfindungen von hier. Sie bieten sich übrigens sehr gut als Geschenke für Menschen an, die jedes Jahr einen Engel schenken wollen, wodurch langsam ein ganzes Heer entsteht. Besonders: Es gibt auch einen Jazz-Engel mit Saxofon.

Getränke und Speisen: Der Glühwein auf dem Dresdner Weihnachtsmarkt ist zum stolzen Preis von 2,50€ erhältlich. Wer noch ein praktisches Andenken will und die Pfandtasse mit dem Bild des Weihnachtsmarktes behalten will, muss nochmal 2€ dalassen. Natürlich ist der Glühwein in allen möglichen Mixturen erhältlich. An manchen Ständen mit einem Schuss Amaretto, an anderen auch mit einer Prise anregendem Ingwer.
Zu essen gibt es aus dem Nachbarbundesland natürlich die bekannten Thüringer Würste für 2€ und die wirklich Dresdener Spezialität der Kramenzer-Wurst (die Betonung liegt auf dem ersten A, bei anderer Aussprache erntet man schon mal ein Schmunzeln).
Auch ist Flammkuchen (6€) und Zuckerwatt, Magenbrot und eigentlich alles, was man sich vorstellen kann, erhältlich.
Bei Tag – und nicht übermäßigem Glühweingenuss – empfiehlt sich auch eine Fahrt auf dem großen Riesenrad auf der gegenüberliegenden Elbseite. Es bietet sich insbesondere mit Schnee ein traumhafter Anblick über die gesamte Dresdener Altstadt.

Schon ein kleiner Ausblick auf nächste Woche: Dann stelle ich euch den Chanukka-Markt in Mainz vor. Ihr dürft also gespannt sein!

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