Der Weihnachtsmarkt in Stuttgart gehört definitiv zu den
überfülltesten im Land. Besonders ab dem 3. Advent füllt sich die Stadt an den
Wochenenden mit Bussen aus der Schweiz und die Überquerung des Marktplatzes
wird eine Herausforderung der ganz besonderen Art.
Preismäßig liegt er mit dem Dresdener ungefähr auf demselben Niveau (Glühwein
2,50€, Fondue aus dem Pappbecher 4€) und es ist ebenfalls große Auswahl an
Engeln und anderen Holzschnitzereien aus dem Erzgebirge vertreten.
Dazu gibt es für die als praktisch geltenden Schwaben noch
eine große Reihe von Ständen, die ganz unweihnachtliche Haushaltswaren wie
Putzmittel, Küchenutensilien sowie besondere Seifen anbieten und anpreisen.
Wer für 7€ auf dem Schlossplatz Schlittschuh fahren will,
kann dies auf der kleinen Bahn, die schon seit Mitte November aufgebaut ist,
gerne tun, muss aber seine eigenen Schlittschuhe mitbringen oder nochmal 4€
drauflegen.
Doch es lohnt sich auch mit leerem Geldbeutel durch die
Stände zu schlendern und den Blick dabei nach oben zu wenden. Jedes Jahr gibt
es einen dotierten Preis für das schönste Standdach. Riesige Nussknacker sind
dort oben platziert, kitschig-amerikanisch leuchtende Weihnachtsmänner mit
Rentierschlitten und auf einem steht sogar ein Bär der Seifenblasen über der
Menge verteilt.
Offen hat der Stuttgarter Weihnachtsmarkt dieses Jahr täglich
bis neun und am Wochenende des 4. Advents sogar bis 23:00 Uhr wie alle Läden
der Innenstadt.
Tipp: Diejenige unter euch, die einen Weihnachtsmarkt in
alter Tradition suchen, sollten im von Stuttgart 30 Minuten entfernten
Esslingen vorbeischauen. Dort gibt es
nämlich jedes Jahr einen Mittelalter-Weihnachtsmarkt. Von mittelalterlichen
Gerichten über fahrendes Volk bis hin zu öffentlichen Badezuber, in denen man
in aller Öffentlichkeit in heißem Wasser zu sehen kann wie Leute Mützen und
Handschuh bewährt oder einfach angezogen an einem vorbeilaufen.

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